Kunst

Ikonizitätsgrad, Abbildhaftigkeit

Johannes Kröning
23.02.2012
245 Aufrufe
0 Likes

Der Ikonizitätsgrad beschreibt, wie exakt ein Kunstwerk die natürliche Wirklichkeit nachahmt und eine Illusion von ihr erzeugt. Er wird anhand verschiedener Aspekte bestimmt.

Ikonizitätsgrad, Abbildhaftigkeit

Raumillusion (Perspektive)

Diese Illusion wird durch die Anwendung von Perspektive, Luftperspektive (das Verblassen und Verblauen von Farben in der Ferne), Tiefenstaffelung und Überschneidungen von Objekten erzeugt.

Körperillusion (Licht und Schatten)

Durch den gezielten Einsatz von Hell und Dunkel wird dem Betrachter eine plastische, dreidimensionale Form der dargestellten Körper vorgetäuscht.

Stofflichkeitsillusion (Oberflächen)

Hierbei geht es um die möglichst exakte Wiedergabe der Materialeigenschaften eines Objekts, wie z.B. die Textur von Holz, die Glätte von Metall oder die Weichheit von Stoff.

Anatomische Richtigkeit (Proportionen)

Ein hoher Ikonizitätsgrad erfordert die genaue Wiedergabe der natürlichen Größenverhältnisse und Proportionen, insbesondere bei der Darstellung von Lebewesen.

Zeichnerische Richtigkeit (Details)

Dies bezeichnet die detailgetreue und präzise Darstellung von Formen und Richtungsverläufen der abgebildeten Gegenstände.

Farbliche Richtigkeit (Farbe)

Maßgeblich ist hier die naturgetreue Wiedergabe der Lokalfarbe, also der Eigenfarbe eines Gegenstandes unter neutralem Licht.


Zusammen definieren diese Kriterien, wie täuschend echt ein Kunstwerk wirkt.

Link kopiert
Zuletzt aktualisiert: 24.01.2026

Über den Autor

Johannes Kröning

Es würde mich freuen, wenn das hier gesammelte Wissen hier und da helfen kann.

Verwandte Artikel