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Lyrische Epoche: Neue Sachlichkeit

Johannes Kröning
03.09.2012
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Die literarische Strömung der Neuen Sachlichkeit steht für eine nüchterne, realistische und objektive Darstellung der gesellschaftlichen Wirklichkeit in der Weimarer Republik.

Lyrische Epoche: Neue Sachlichkeit

Mit der Neuen Sachlichkeit (ca. 1919-1933) wird die Literatur aus der Weimarer Republik bezeichnet. Die Autoren legen hier besonderen Wert auf eine realistische und objektive Betrachtung der Wirklichkeit.

Historischer Hintergrund

  • 1. Weltkrieg ist verloren
  • Kaiserreich ist nun Republik
  • Dolchstoßlüge (gegen die Linken)
  • Revolution am 9. November 1918
  • politische Morde
  • Friedrich Ebert verstirbt 1925
  • Hindenburg wird Nachfolger Eberts
  • mentale Belastungen
  • traumatische Kriegserlebnisse und deren Folgen
  • Kriegsschuldartikel des Versailler Vertrages: Deutschland habe die alleinige Schuld, der Kaiser sei ein Kriegsverbrecher
  • unvorbereiteter Demokratisierungsvorgang – “Demokratie ohne Demokraten”
  • wirtschaftliche Belastungen
  • hohe Reparationszahlungen (Versailler Vertrag)
  • Wirtschaftskrisen (1923 und 1929/1930)
  • gefolgt von Arbeitslosigkeit, Infaltion, Hunger, sozialer Abstieg
  • politische Belastungen (führen zur Radikalisierung)
  • Dolchstoßlegende
  • Macht der alten Eliten (Justiz)
  • polit. motivierte Morde
  • Präsidialkabinette mit ständig wechselnden Regierungen
  • Tod des demokratischen Reichspräsidenten Friedrich Ebert
  • Monarchist Hindenburg als Nachfolger
  • Verunsicherung/Resignation
  • die goldenen Zwanziger
  • Beflügelung durch neue Impulse der Massenmedien und des Nachtlebens
  • Wunsch nach Ablenkung/Zerstreuung: Amüsement

=> Ambivalente Epoche

Themen und Motive

  • Wirtschaftskrise, soziale Not
  • keine Akzeptanz der Republik trotz einer Stabilisierung in den Zwanzigern
  • bürgerkriegsähnliche Zustände
  • Brünings Sparkurs zur Minderung der Reparationen wirkt sich krisenverschärfend aus
  • viele Arbeitslose
  • Erfolge für die KPD und der Streit mit der ideologisch nahen SPD
  • Die Großstadt Berlin
  • drittgrößte Stadt der Welt dieser Zeit
  • offen für Neues
  • erhöhter Dienstleistungssektor
  • Arbeitsplätze und kulturelle Angebote
  • große Unterschiede für die verschiedenen Kulturkreise, die dennoch nebeneinander wohnten
  • Der neue Frauentyp
  • Vamps/Girls und angestellte Frauen (neue Erscheinung)
  • weibliche Angestellte machen mehr als 1/3 aller Angestellten aus
  • mehrere neue Frauenberufe
  • ‘neu’ ist Synonym für jung
  • Angestellte und Angestelltenkultur
  • keine Industriestädte mehr, sondern Angestellten- und Beamtenstädte (laut Werner Sombat, Ökonom)
  • noch nicht über der Anzahl der Arbeiter
  • gedrückte Gehälter, Willkür, Existenzunsicherheit
  • Mechanisierung
  • Das Medium Film
  • Voraussetzung: moderne Freizeit
  • weitgehender Wegfall der Zensur
  • technischer Fortschritt (z.B. die vollautomatische Kamera, 1924)
  • Tonfilm
  • Massenmedium
  • Deutschland produziert mehr Filme als der Rest Europas

Autoren

  • Erich Kästner
  • Hans Fallada
  • Irmgard Keun
  • Marieluise Fleißner
  • (Alfred Döblin)


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Zuletzt aktualisiert: 24.01.2026

Über den Autor

Johannes Kröning

Es würde mich freuen, wenn das hier gesammelte Wissen hier und da helfen kann.

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